Einführung in den Islam Die Muslime glauben an den Islam als ewig gueltige Botschaft, die Allah den Propheten, Friede sei mit ihnen allen, aufgetragen hat und nicht etwa als neues Bekenntnis, das mit dem Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm, seinen Anfang nahm. Das arabische Wort Islam bedeutet soviel wie "Erlangung von Frieden durch Unterwerfung unter Allah". Das Wort Muslim wird abgeleitet vom Substantiv Islam und bedeutet "jemand, der durch seine Unterwerfung unter Allah zu vollkommenem Frieden gelangt ist." Die Muslime glauben an den Einen, ewigen GOTT, Der die Himmel und die Erde geschaffen hat und alles was existiert. Er ist der Gott Abrahams, Moses und Jesu, Friede sei mit ihnen allen. Die Muslime glauben nicht, dass Muhammad der einzige Prophet war; vielmehr glauben sie, dass er der letzte der Propheten war. Der Islam legt fuenf grundsaetzliche Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben und die das Gebaeude oder die Saeulen seines Glaubens ausmachen. Dabei handelt es sich um: 1. Den Glauben an die Einheit Allahs und das Ablegen des Bekenntnisses zu diesem Glauben mit den folgenden Worten: "Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist." 2. Die fuenf taeglichen Gebete vor Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht. Diese fuenf taeglichen Gebete helfen dem Muslim, sich im Alltagsleben staendig der Gegenwart Allahs bewusst zu sein. Diese Gebete sind eine staendige Erinnerung des Betenden an die Allgegenwaertigkeit und Allmacht Allahs und sie helfen dem Betenden dabei, nicht vom rechten Pfad abzuweichen. 3. Die Wohltaetigkeit gegenueber den Mitmenschen. Der Islam legt grossen Wert auf Grosszuegigkeit und Mildtaetigkeit als Mittel zur Laeuterung der eigenen Seele und zur Annaeherung an Allah. Dem Muslim ist auferlegt, freiwillige Gaben zu verteilen, wenn immer es ihm moeglich ist; doch ist es davon abgesehen seine Pflicht, einmal jaehrlich eine Almosen-Steuer von etwa 2.5 Prozent seines Kapitalvermoegens zu geben, die an Arme und Beduerftige etc. geht. Die Zakat (Almosen-Steuer) versetzt auf diese Weise die Muslim-Gemeinde in die Lage, sich all ihrer Mitglieder anzunehmen und zu gewaehrleisten, dass niemand des grundsaetzlichen Rechts auf ein menschenwürdiges Dasein beraubt wird. 4. Das Fasten waehrend des Ramadan, dem neunten Monat im islamischen Kalender. Dieses Fasten ist allen Muslimen vorgeschrieben, die gesund sind und das Reifestadium erreicht haben, sofern sie nicht von der Einhaltung des Fastens durch verschiedene Umstaende wie eine Reise, hohes Alter, Krankheit, geistige Unzurechnungsfaehigkeit oder bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder Stillen abgehalten werden. Das Fasten im Ramadan beginnt vor Anbruch der Morgendaemmerung und dauert bis nach Sonnenuntergang. Waehrend dieser Zeit enthaelt sich der Muslim des Essens, Trinkens von Wasser oder anderen Getraenken, des Geschlechtsverkehrs mit seinem Ehepartner und des Rauchens. Das Fasten lehrt den Muslim Selbstdisziplin und Beherrschung und laeutert gleichzeitig Seele und Koerper, und es staerkt das Gottesbewusstsein. 5. Die Pilgerfahrt nach Mekka: Diese Pilgerfahrt ist allen Muslimen zumindest einmal im Leben zur Pflicht gemacht, sofern sie gesund sind und die finanziellen Mittel dafuer aufbringen koennen. Die jaehrliche Wallfahrt nach Mekka ist eines der groessten Ereignisse in der islamischen Welt, weil sie Muslime aller Rassen und Laender der Erde zusammenfuehrt. Dieses grosse Erlebnis im Leben eines Muslims hilft ihm gleichfalls, Allah naeher zu kommen
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