1 (Der heilige Koran (Qur'an Der Qu’ran – das Buch der Buecher – vom Herren der Welten – ueber die Zunge des Propheten – in die Herzen der Glaeubigen – fuer die gesamte Menschheit – gestern, heute und in Ewigkeit... Sehr verehrte Gaeste, ich heisse Sie recht herzlich willkommen; Liebe Schwestern und Brueder – Assalamu aleykum ! In unserer heutigen Zeit bekennen sich ungefaehr ein Fuenftel der Menschheit, also ueber eine Milliarde Glaeubige, zum Islam. Der Islam ist in der Postmoderne zur einzigen weltweit wachsenden Religion geworden. Der Qur’an ist das heilige Buch des Islam. Qur’an bedeutet woertlich: „das, was vorgetragen, angekuendigt oder bekannt gemacht wird.“ Der heilige Qur’an ist in alle Hauptsprachen uebersetzt worden und ist somit das meistuebersetzte Buch sowie das meistgelesene Buch der Erde. Alltaeglich vertiefen sich Millionen von Muslimen im Qur’anlesen. Hunderttausende von Muslimen lernen den Qur’an nach wie vor, meist in jugendlichem Alter auswendig. Wettbewerbe im auswendigen Rezitieren des Qur’an sowie Veranstaltungen wie die heutige, in denen die Kunst der Rezitation dargeboten wird, gibt es ueberall in der muslimischen, und wie das heutige Beispiel beweist, auch in der westlichen Welt. Kaum ein westlicher Leser des Qur’an kann das nachvollziehen, was fuer den muttersprachlich arabisch sprechenden Glaeubigen offensichtlich ist: dass der Qur’an von so unnachahmlicher sprachlicher Schoenheit ist, dass die Rezitation zu Traenen ruehren kann. Welche Uebersetzung koennte den Reiz seiner Bilder, seine rhetorische Wucht, die Dynamik seiner Alliteration, oder doch wenigstens seinen Endreim und seine Reimprosa adaequat wiedergeben? Die sprachliche Vollkommenheit und der die menschliche Erfahrung sowie das menschliche Wissen ueberschreitende Inhalt des Qur’an weisen ihn als Wort Allahs aus. Allah selbst hat wiederholt die Menschheit herausgefordert, den Nachweis dafuer zu erbringen, dass der Qur’an erdichtet sei. Dies waere moeglich, wenn die Menschen einen Vers oder ein Kapitel (Sure) aehnlich denen des Qur’an zustande braechten: „Sprechen sie: ’Er hat es erdichtet?’ Nein, aber sie wollen nicht glauben. Lass sie denn eine Rede gleich dieser verbringen, wenn sie die Wahrheit sprechen.“ (52:34,35) Der goettliche Wert der Offenbarung, Worte, Stil und Inhalt des Qur’an sind nachweisbar uebermenschlich. So konnten die Philologen, die sich darueber einig sind, dass Sprache aus Prosa und Dichtung besteht, die Sprache des Qur’an niemals einem der beiden Begriffe unterordnen. Deshalb nimmt die arabische Sprache als einzige in der Welt eine dreifache Einteilung vor, naemlich in: „Qur’an“, „Prosa“ und „Dichtung“. Doch neben der sprachlichen Perfektion dieses Buches gibt es darin eine ganze Reihe weiterer Hinweise, die auch den der arabischen Sprache nicht Maechtigen sicherlich zum Nachdenken anregen. Beispielsweise sind im Qur’an, der zu Beginn des 7. Jh. verkuendet wurde, Aussagen enthalten, die erst viel spaeter durch die moderne Wissenschaft bestaetigt wurden, und die uns durch die Erkenntnisse der Neuzeit in einem neuen Licht verstaendlich werden. Der Qur’an beschreibt mit erstaunlicher Exaktheit die Entwicklungsstadien des Embryos. So lesen wir z.B. sinngemaess in Kapitel 23:13,14: „Und Wir haben fuerwahr den Menschen in seinem Ursprung aus den Bestandteilen von Lehm erschaffen, dann setzten Wir aus einer Keimzelle ein anhaftendes Blutgebilde und erschufen aus diesem ein kleines Fleischgebilde, und hernach formten wir in dem Gebilde Knochen und bekleideten die Knochen mit Fleisch.“ Dagegen zeigen z.B. medizinische Aufzeichnungen aus dem Europa des 17. Jh. den Menschen als ein in der Samenzelle des Mannes enthaltenes Miniaturwesen. Man war also bis vor wenigen Jahrhunderten in Europa der Ansicht, der Mensch wachse in der Gebaermutter lediglich heran, ohne jedoch verschiedene Stufen der Entwicklung zu durchlaufen. Die genaue Entwicklung des Embryos zum Foetus bis hin zur Geburt konnte man aber erst mit heutigen Mitteln nachvollziehen. Die im Qur’an in einfacher und allgemein verstaendlicher Sprache beschriebenen Vorgaenge stimmen mit den medizinischen Kenntnissen der Gegenwart ueberein. Der Prophet erklaerte hierzu in einem seiner Aussprueche: „Wenn 42 Naechte ueber die befruchtete Keimzelle verstrichen sind, schickt Allah einen Engel, der das Wesen formt. Er schafft sein Gehoer, sein Augenlicht, sein Fleisch, seine Haut, dann fragt er, O Herr, soll es maennlich oder weiblich sein, woraufhin Allah das festlegt, was er will.“ Heute weiss man, dass die Ausbildung der Gliedmassen, des Gehoers und Augenlichtes, sowie die Geschlechterdifferenzierung tatsaechlich ab dem 42. Tag der Befruchtung beginnen. Abbildungen des Embryos in dieser 6. Schwangerschaftswoche zeigen klar die erkennbaren menschlichen Formen. Der Qur’an verweist wiederholt darauf, dass Wissen und neue Erkenntnisse uns dazu verhelfen werden, den goettlichen Ursprung des Qur’an zu entdecken. Es gibt etliche Wissenschaftler, welche aus diesen Erkenntnissen heraus Muslime wurden. Aus Zeitgruenden kann ich nur einen kleinen Einblick in diese Hinweise geben, es gibt aber etliche weitere wissenschaftliche Hinweise im Qur’an zum Beispiel aus den Bereichen der Astronomie, Geologie, Meereswissenschaften und der Entstehung des Universums, die vor 1400 Jahren kein Mensch auch nur ahnen, geschweige denn mit solcher Genauigkeit beschreiben konnte. Als interessantes Beispiel kann z.B. auch die Anzahl des Vorkommens bestimmter Woerter im Qur’an dargestellt werden, welche wir neben dem sprachlichen und dem wissenschaftlichen Wunder des Qur’an als das statistische Wunder des Qur’an darstellen koennen. So kommt z.B. das Wort Monat 12 mal im Qur’an vor und das Wort Tag 365 mal. Die Worte Jensseits / Diesseits (115), Engel / Teufel (88), Leben / Tod (145) und Mann / Frau (249) kommen jeweils in der gleichen Anzahl vor. Fuer das Auge des Sehenden gibt es der Wunder viele im Qur’an. Kommen wir nach diesem kleinen Exkurs jedoch wieder zurueck auf die Offenbarung des Qur’an. Der Qur’an wurde in der Lailat-l-qadr (der Nacht der Macht und der Bestimmung ( Sura 97)) des ersten Februars 610 nach der Geburt Jesu im Monat Ramadan, dem neunten Monat des Mondjahres, dem des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten Muhammed (a.s.s.) auf dem Berg Hira in Mekka, durch den Engel Gabriel offenbart. Die erste Offenbarung lautete (96 : 1ff.): „Lies im Namen deines Herren, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies, denn dein Herr ist allguetig, Der mit dem Schreibrohr lehrt, lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“ Der Prophet praegte sich die Offenbarungen ein. Darueber hinaus gab es Gefaehrten des Propheten, welche als „Hafazat al-Qur’an“- Bewahrer des Qur’an bezeichnet wurden, da sie ihn auswendig lernten. Der Prophet hatte auch Schreiber, welche die Offenbarungen auf Palmblaettern, Holz, Pergament, Leder oder aehnlichem aufschrieben, um die Verse fuer die Nachwelt zu sichern.
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